Neuland

„Neuland“ entsteht bei der Mündung geschiebeführender Fliessgewässer in ein stehendes Gewässer. Man spricht hier von Deltabildung.

Bei der Mündung der Sarneraa in den Alpnachersee wurde dieser Prozess künstlich beschleunigt und es wurden Landflächen wiederhergestellt, welche durch Kiesgewinnung verschwunden waren.

„Neuland“ wurde in diesem Zusammenhang mit der Wiederherstellung einer ehemaligen Flachmoorfläche betreten. Einzigartig zumindest in der Schweiz wurde ein Teil einer Baggerbucht mit Steinmaterial u.a. aus dem Hochwasserentlastungsstollen (Sarnersee bis unterhalb Wichelsee)  aufgefüllt und die Oberfläche insbesondere auch hinsichtlich des Wasserhaushaltes so gestaltet, dass sich hier Flachmoorvegetation entwickeln kann.

Der Film zeigt in groben Zügen die historische Entwicklung des Gebietes sowie die in den Jahren 2019 bis 2023 durchgeführten Aufwertungsmassnahmen.

Die letzten 150 Jahre am Südufer des Alpnachersees im Schnelldurchlauf.

Quid pro quo! Aber wie?

Methodenvorstellung

Der Rechtsgrundsatz «dies für das», wonach eine angemessene Gegenleistung zu erbringen ist, findet auch im Lebensraumschutz Anwendung. Kann die Beeinträchtigung eines Schutzinteresses nicht vermieden werden und ist eine Wiederherstellung nicht möglich, so ist entsprechend Ersatz zu leisten. Doch wie ist dieser Ersatz zu bemessen? Wie sieht die angemessene Gegenleistung aus?

Die präsentierte Methode schliesst eine Lücke und ermöglicht erstmals eine spezifische Quantifizierung des Ersatzbedarf in aquatischen Lebensräumen. Dabei werden Wasserpflanzen als Indikatorstruktur genutzt, um das Ausmass des Eingriffs abzuleiten. Methoden für die Ersatzberechnung im terrestrischen Bereich sind für die Situation in untergetauchten Uferbereichen nicht geeignet.

Ersatzbedarf bei Eingriffen in schutzwürdige aquatische Lebensräume (Umweltrecht in der Praxis, URP 7, 2021). PDF

Methodenbeschrieb zur Bemessung und Umsetzung des Ersatzbedarfes bei Konzessionserneuerungen / Neukonzessionierung von (Hafen-)Anlagen in stehenden Gewässern. Basierend auf den Auswirkungen auf die Ufer- und Unterwasservegetation. PDF